Statiker

Standsicherheitsnachweis in Bottrop vom Statiker

April 7, 2026
Update:
April 7, 2026
Lesezeit: 5 Min.
Sebastian Rupp
Sebastian Rupp
April 7, 2026
Update:
April 7, 2026
Bottrop liegt im ehemaligen Steinkohle-Abbaugebiet – das macht den Standsicherheitsnachweis anspruchsvoller als anderswo. Planeco Building kennt die bergbaubedingten Besonderheiten und liefert Ihren Nachweis in 14–21 Tagen. Kostenlose Erstberatung inklusive.
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Standsicherheitsnachweis Bottrop

Bottrop liegt im ehemaligen Steinkohle-Abbaugebiet – das macht den Standsicherheitsnachweis anspruchsvoller als anderswo. Planeco Building kennt die bergbaubedingten Besonderheiten und liefert Ihren Nachweis in 14–21 Tagen. Kostenlose Erstberatung inklusive.
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Sebastian Rupp
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April 7, 2026
Lesezeit: 5 Min.

Was passiert, wenn der Tragwerksplaner bei der Gründungsberechnung nicht weiß, dass unter Ihrem Grundstück in Bottrop jahrzehntelang Kohle abgebaut wurde? Im besten Fall wird es teurer als nötig – im schlechtesten Fall stimmt die gesamte Statik nicht. Genau deshalb brauchen Bauherren hier einen Standsicherheitsnachweis, der die lokalen Baugrundverhältnisse von Anfang an berücksichtigt.

Das Thema kurz und kompakt

  • Immer Pflicht: In NRW muss für jedes Bauvorhaben ein Standsicherheitsnachweis erstellt werden – auch für Einfamilienhäuser der Gebäudeklassen 1 und 2. Nur die zusätzliche Prüfung durch einen Sachverständigen entfällt bei kleineren Vorhaben.
  • Bergbau beachten: Vor der Statik-Beauftragung in Bottrop sollten Sie eine Bergbauauskunft über gdu.nrw.de einholen und ein Baugrundgutachten erstellen lassen – ohne diese Grundlage ist keine belastbare Gründungsberechnung möglich.
  • Kosten kennen: Die Kosten reichen von ab 500 € netto für einen Wanddurchbruch bis über 9.500 € netto für Mehrfamilienhäuser. In Bottrop kommen häufig Zusatzkosten für Baugrundgutachten und bergbaubedingte Gründungsmaßnahmen hinzu.
  • Schnell zum Nachweis: Planeco Building erstellt Ihren Standsicherheitsnachweis in 14–21 Tagen – inklusive kostenloser Erstberatung. Jetzt Angebot anfragen.

Wann ist ein Standsicherheitsnachweis in Bottrop Pflicht?

Für jedes Bauvorhaben in Bottrop – ob Neubau, Umbau oder Nutzungsänderung – muss ein Standsicherheitsnachweis erstellt werden. Das gilt auch für Einfamilienhäuser der Gebäudeklassen 1 und 2, die viele Bauherren fälschlicherweise für ausgenommen halten. Der Unterschied liegt nicht in der Frage ob, sondern wie der Nachweis geprüft wird.

Gemäß § 68 BauO NRW 2018 unterscheidet NRW zwei Kategorien:

  • Nicht prüfpflichtig: Wohngebäude der Gebäudeklassen 1 und 2 (inkl. Nebengebäude), freistehende landwirtschaftliche Betriebsgebäude bis zwei Geschosse und eingeschossige Gebäude bis 200 m² Grundfläche (kein Sonderbau). Der Standsicherheitsnachweis muss erstellt und eingereicht werden – eine zusätzliche Prüfung durch einen staatlich anerkannten Sachverständigen (saSV) entfällt jedoch.
  • Prüfpflichtig: Alle übrigen Vorhaben – Wohngebäude ab Gebäudeklasse 3 bei besonderen Konstruktionen, ab Gebäudeklasse 4 generell, Sonderbauten nach § 50 BauO NRW. Hier muss ein saSV den Nachweis zusätzlich prüfen und stichprobenhafte Baukontrollen durchführen.

Eine NRW-Besonderheit, die Bauherren kennen sollten: Sie beauftragen den Prüfstatiker (saSV) selbst – das Bauamt bestellt ihn nicht für Sie. Die Beauftragung darf laut BauO NRW dabei nur an einen einzigen Sachverständigen erfolgen. Wer diesen Schritt vergisst, riskiert Verzögerungen bei der Baubeginn-Anzeige.

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Bergbau in Bottrop: Was das für Ihren Standsicherheitsnachweis bedeutet

Mit der Schließung der Zeche Prosper-Haniel im Dezember 2018 endete der aktive Steinkohlebergbau in Bottrop – die Auswirkungen auf den Baugrund sind jedoch weiterhin real. Bodenbewegungen können noch bis zu drei Jahre nach Abbauende auftreten. Hinzu kommt der Grubenwasseranstieg in den verlassenen Kohleflözen, der langfristig zu neuen Bodenbewegungen führen kann.

Für den Standsicherheitsnachweis hat das konkrete Konsequenzen:

  • Baugrundgutachten vor der Statik: Ohne Kenntnis der tatsächlichen Bodenverhältnisse und möglicher Bergbaueinwirkungen ist keine belastbare Gründungsberechnung möglich. In Bottrop ist ein Baugrundgutachten keine optionale Empfehlung, sondern praktisch unverzichtbar.
  • Bergbaubedingte Gründungsmaßnahmen: Je nach Gefährdungspotenzial können verstärkte Bodenplatten, Pfahlgründungen oder Verformungsgleitlager erforderlich sein – mit entsprechenden Mehrkosten.
  • Bergbauauskunft einholen: Über das Portal gdu.nrw.de der Bezirksregierung Arnsberg können Sie die Gefährdungspotenziale des Untergrundes für Ihr Grundstück abfragen – idealerweise vor der Beauftragung des Tragwerksplaners.
  • Bestandsgebäude: Wer in Bottrop einen Umbau oder Nutzungsänderung plant, sollte das Gebäude vorab auf bergbaubedingte Schäden wie Risse im Mauerwerk oder Schiefstellungen prüfen lassen. Diese Vorschäden beeinflussen die statische Berechnung erheblich.

Wichtig zu wissen: Kosten für bergbaubedingte Sicherungsmaßnahmen können unter bestimmten Voraussetzungen gegenüber der RAG als Nachfolgegesellschaft geltend gemacht werden – geregelt im Bundesberggesetz (BBergG).

Was kostet ein Standsicherheitsnachweis in Bottrop?

Die Kosten hängen vom Bauvorhabentyp, der Komplexität des Tragwerks und – in Bottrop – von den Baugrundverhältnissen ab. Orientierungswerte bei Planeco Building:

  • Wanddurchbruch oder kleine Baumaßnahme: ab 500,–€ netto
  • Einfamilienhaus-Neubau: 2.500,–€ bis 5.500,–€ netto
  • Mehrfamilienhaus-Neubau: ab 9.500,–€ netto
  • Gewerbe- oder Hallenbau: ab 9.500,–€ netto

In Bottrop kommen häufig Zusatzkosten hinzu, die in anderen Regionen nicht anfallen:

  • Baugrundgutachten: Zwischen 1.000,–€ und 3.000,–€ je nach Grundstücksgröße und Untersuchungstiefe
  • Bergbaubedingte Gründungsmehrkosten: Stark einzelfallabhängig – von geringfügigen Verstärkungen bis zu aufwendigen Pfahlgründungen
  • Prüfstatik (bei prüfpflichtigen Vorhaben): Die Honorare des saSV richten sich nach der Sachverständigen-Verordnung NRW in Verbindung mit der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung und liegen in der Regel unter 1 % der Baukosten.

Detaillierte Informationen zu den Kostenfaktoren finden Sie auf unserer Seite zu Statiker-Kosten.

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Ablauf: So erhalten Sie Ihren Standsicherheitsnachweis

Der Prozess folgt in Bottrop einem klaren Ablauf – vorausgesetzt, Sie starten in der richtigen Reihenfolge:

  1. Bergbauauskunft und Baugrundgutachten einholen: Über gdu.nrw.de die Gefährdungspotenziale prüfen, dann einen Geotechniker mit dem Bodengutachten beauftragen. Dieser Schritt ist in Bottrop die Grundlage für alles Weitere.
  2. Tragwerksplaner beauftragen: Idealerweise parallel zur Entwurfsplanung durch den Architekten. Je früher der Statiker eingebunden wird, desto kostenoptimierter fällt das Tragwerk aus. Tipps zur Auswahl finden Sie unter Statiker finden.
  3. Erstellung des Standsicherheitsnachweises: Auf Basis der Genehmigungsplanung, des Baugrundgutachtens und der Lastannahmen (Eigengewicht, Nutzlasten, Wind, Schnee). Bei Planeco Building beträgt die Bearbeitungszeit 14–21 Tage.
  4. Prüfung durch saSV (bei prüfpflichtigen Vorhaben): Beauftragen Sie den staatlich anerkannten Sachverständigen parallel zur Statik-Erstellung – nicht erst danach. Das spart Wochen. Mehr dazu unter Prüfstatiker: Kosten, Aufgaben und Pflichten.
  5. Einreichung beim Bauaufsichtsamt Bottrop: Spätestens mit der Anzeige des Baubeginns müssen die bautechnischen Nachweise samt Sachverständigen-Bescheinigung vorliegen. Die Unterlagen sind in 2-facher Ausfertigung einzureichen.

Welche Unterlagen braucht der Tragwerksplaner von Ihnen?

Je vollständiger Ihre Unterlagen, desto schneller und günstiger die Bearbeitung. Diese Dokumente sollten Sie bereithalten:

  • Genehmigungsplanung: Grundrisse, Schnitte und Ansichten vom Architekten
  • Baugrundgutachten: Mit Angaben zur Tragfähigkeit und ggf. Bergbaueinwirkungen
  • Lageplan: Für die Ermittlung von Wind- und Schneelastannahmen
  • Angaben zur geplanten Nutzung: Wohnen, Gewerbe, Lager – bestimmt die Nutzlasten
  • Bei Bestandsumbauten: Vorhandene Bestandspläne, idealerweise die ursprüngliche Statik (falls verfügbar)
  • Bergbauauskunft: Ergebnis der Abfrage über gdu.nrw.de

Typische Bauvorhaben in Bottrop und ihre Anforderungen

Einfamilienhaus-Neubau (Gebäudeklasse 1–2)

Standsicherheitsnachweis erforderlich, in NRW nicht prüfpflichtig. Der qualifizierte Tragwerksplaner bescheinigt die Übereinstimmung der Bauausführung durch stichprobenhafte Kontrollen. In Bottrop unbedingt vorab ein Baugrundgutachten einholen – die Gründungskosten können je nach Bergbau-Einwirkungszone stark variieren.

Wanddurchbruch oder Umbau im Bestand

Auch für einen einzelnen Wanddurchbruch ist ein Standsicherheitsnachweis erforderlich – er belegt, dass die verbleibende Konstruktion die Lasten sicher abträgt. Bei Bestandsgebäuden in Bottrop sollte zusätzlich geprüft werden, ob bergbaubedingte Vorschäden (Risse, Schiefstellung) vorliegen, die die Berechnung beeinflussen.

Mehrfamilienhaus ab Gebäudeklasse 4

Prüfpflichtig. Neben dem Standsicherheitsnachweis muss ein saSV beauftragt werden. Die Kosten für die Prüfstatik kommen zu den Erstellungskosten hinzu. Bergbaubedingte Gründungsmaßnahmen können den Aufwand in Bottrop zusätzlich erhöhen.

Nutzungsänderung (z. B. Gewerbe zu Wohnen)

Eine Nutzungsänderung erfordert häufig eine Neuberechnung der Statik, weil sich die Nutzlasten ändern. Bei Bestandsgebäuden in Bottrop liegt die ursprüngliche Statik oft nicht mehr vor – dann muss der Tragwerksplaner das vorhandene Tragwerk zunächst aufnehmen und bewerten.

Fünf Fehler, die Bauherren in Bottrop vermeiden sollten

„Für ein Einfamilienhaus brauche ich keine Statik." Doch. Der Nachweis ist auch bei Gebäudeklasse 1 und 2 Pflicht – er muss in NRW lediglich nicht durch einen saSV geprüft werden.

„In Bottrop gibt es keine Bergschäden mehr." Die Zeche Prosper-Haniel schloss 2018, aber Bodenbewegungen treten noch Jahre danach auf. Der Grubenwasseranstieg schafft zusätzlich neue Risiken.

„Mein Architekt macht die Statik gleich mit." Der Architekt erstellt die Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Den Standsicherheitsnachweis erstellt ein qualifizierter Bauingenieur als Tragwerksplaner – das sind zwei verschiedene Fachgebiete.

„Der günstigste Statiker ist der beste." Billigangebote liefern häufig nur die reine Berechnung ohne Konstruktionszeichnungen, Bewehrungspläne oder Detailangaben zu Anschlüssen. Auf der Baustelle führt das zu Rückfragen, Nachbesserungen und letztlich höheren Gesamtkosten.

„Ich beauftrage den Statiker, wenn die Baugenehmigung da ist." Zu spät. Binden Sie den Tragwerksplaner bereits in der Entwurfsphase ein. Das spart Kosten bei der Konstruktion und verhindert Verzögerungen beim Baubeginn. Bei Planeco Building erhalten Sie nach einer kostenlosen Erstberatung ein transparentes Angebot – ohne versteckte Kosten, mit einer Bearbeitungszeit von 14–21 Tagen.

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FAQ: Antworten auf häufig gestellte Fragen

Brauche ich in Bottrop immer ein Baugrundgutachten für den Standsicherheitsnachweis?

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Gesetzlich vorgeschrieben ist es nicht in jedem Fall, aber aufgrund der Bergbauhistorie in Bottrop ist ein Baugrundgutachten praktisch unverzichtbar. Ohne Kenntnis der tatsächlichen Bodenverhältnisse und möglicher Bergbaueinwirkungen kann der Tragwerksplaner keine belastbare Gründungsberechnung erstellen. Die Kosten liegen zwischen 1.000 und 3.000 Euro netto.

Wer beauftragt den Prüfstatiker in NRW – das Bauamt oder ich?

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In NRW beauftragen Sie als Bauherr den staatlich anerkannten Sachverständigen (saSV) selbst. Das Bauamt bestellt ihn nicht für Sie. Wichtig: Die Beauftragung darf nur an einen einzigen Sachverständigen erfolgen. Beauftragen Sie ihn parallel zur Statik-Erstellung, nicht erst danach – das spart mehrere Wochen im Ablauf.

Wie lange dauert die Erstellung eines Standsicherheitsnachweises?

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Bei Planeco Building beträgt die Bearbeitungszeit 14 bis 21 Tage ab Vorliegen aller erforderlichen Unterlagen. Voraussetzung ist, dass Genehmigungsplanung, Baugrundgutachten und Bergbauauskunft vollständig vorliegen. Je früher Sie den Tragwerksplaner einbinden – idealerweise schon in der Entwurfsphase – desto reibungsloser läuft der gesamte Prozess.