Architekt

Architekt für Baugenehmigung finden in Hildesheim

May 7, 2026
Update:
May 7, 2026
Lesezeit: 5 Min.
Sebastian Rupp
Sebastian Rupp
May 7, 2026
Update:
May 7, 2026
Hildesheim hat über 1.100 denkmalgeschützte Bauten und seit 2025 digitale Antragspflicht. Welcher Architekt hier wirklich weiterhelfen kann – und worauf es bei der Auswahl ankommt.
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Architekt finden Hildesheim

Hildesheim hat über 1.100 denkmalgeschützte Bauten und seit 2025 digitale Antragspflicht. Welcher Architekt hier wirklich weiterhelfen kann – und worauf es bei der Auswahl ankommt.
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Sebastian Rupp
May 7, 2026
Lesezeit: 5 Min.

Hildesheim stellt Bauherren vor Herausforderungen, die in anderen deutschen Städten so nicht existieren: rund 1.100 denkmalgeschützte Bauten, eine UNESCO-Welterbe-Pufferzone über die gesamte Altstadt und seit 2025 die Pflicht zur vollständig digitalen Bauantragstellung. Wer hier einen Architekten sucht, braucht jemanden, der nicht nur plant – sondern die lokalen Besonderheiten kennt und vollständige, prüffähige Unterlagen einreicht.

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Was Hildesheim von anderen Städten unterscheidet

Bevor Sie mit der Architektensuche beginnen, lohnt es sich, drei Hildesheim-spezifische Rahmenbedingungen zu verstehen – sie bestimmen maßgeblich, wen Sie beauftragen sollten.

UNESCO-Welterbe und Denkmalschutz

Seit 1985 gehören der Mariendom und die Michaeliskirche zum UNESCO-Welterbe. Die dazugehörige Pufferzone umfasst das gesamte mittelalterliche Stadtgebiet – inklusive der historischen Wallanlagen. Innerhalb dieser Zone gelten erhöhte Anforderungen an Bauvorhaben, die über das normale Bauordnungsrecht hinausgehen.

Für Bauherren in der Innenstadt bedeutet das konkret: Viele Umbau-, Sanierungs- und Nutzungsänderungsvorhaben erfordern neben der Baugenehmigung auch eine denkmalrechtliche Genehmigung. Die Denkmalschutzbehörde der Stadt Hildesheim weist aktuell auf personelle Engpässe hin und bittet ausdrücklich um vollständige und prüffähige Unterlagen – unvollständige Anträge führen zu erheblichen Verzögerungen. Ein Architekt ohne Erfahrung im Denkmalschutz ist für viele Projekte in der Hildesheimer Altstadt schlicht ungeeignet.

Zwei Bauaufsichtsbehörden

Hildesheim hat als große selbständige Stadt eine eigene Bauaufsicht. Liegt Ihr Grundstück im Stadtgebiet, ist die Bauaufsicht der Stadt Hildesheim zuständig. Liegt es im Landkreis, wenden Sie sich an das Bauordnungsamt des Landkreises Hildesheim. Diese Unterscheidung klingt trivial, hat aber praktische Konsequenzen: unterschiedliche Ansprechpartner, unterschiedliche Portale, unterschiedliche Bearbeitungszeiten.

Digitale Bauantragspflicht seit 2025

Seit dem 1. Juni 2025 nimmt die Bauaufsicht der Stadt Hildesheim keine Papieranträge mehr an. Die Einreichung erfolgt ausschließlich über das digitale Portal, wobei sich der Entwurfsverfasser vorab über die BundID registrieren muss. Anträge ohne diese Authentifizierung werden abgelehnt. Das bedeutet für Ihre Architektenauswahl: Fragen Sie explizit, ob der Architekt mit dem digitalen Antragsportal vertraut ist.

Wann brauchen Sie einen Architekten?

Nicht jedes Bauvorhaben erfordert einen Architekten. Die Novelle der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) vom 1. Juli 2025 hat den Kreis verfahrensfreier Baumaßnahmen erweitert: Gebäude ohne Aufenthaltsräume bis 75 m³ Brutto-Rauminhalt sowie Garagen bis 60 m² Grundfläche sind unter bestimmten Voraussetzungen verfahrensfrei – das heißt, kein Bauantrag ist erforderlich.

Wichtig: Verfahrensfrei bedeutet nicht regellos. Abstandsflächen, Brandschutz, Denkmalschutz und der Bebauungsplan gelten weiterhin. Sobald Ihr Vorhaben genehmigungspflichtig ist, brauchen Sie einen bauvorlagenberechtigten Entwurfsverfasser – in der Regel einen eingetragenen Architekten oder Bauingenieur. Dieser unterschreibt die Bauvorlagen und trägt die Verantwortung für deren Vollständigkeit und Richtigkeit.

Genehmigungspflichtig sind typischerweise:

  • Neubauten (Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Gewerbebauten)
  • Anbauten und Aufstockungen
  • Dachgeschossausbauten mit Schaffung von Aufenthaltsräumen
  • Nutzungsänderungen (z. B. Gewerbe zu Wohnen, Büro zu Gastronomie)
  • Bauvorhaben in der UNESCO-Pufferzone oder an denkmalgeschützten Gebäuden

So finden Sie den richtigen Architekten in Hildesheim

Die Architektenkammer Niedersachsen führt eine offizielle Architektensuche mit über 9.400 Einträgen. Dort können Sie nach Ort, Spezialisierung und Leistungsbereich filtern. Nur eingetragene Kammermitglieder dürfen die Berufsbezeichnung „Architekt" führen und sind bauvorlageberechtigt – das ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Darüber hinaus empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  1. Spezialisierung prüfen: Suchen Sie einen Architekten mit nachweisbarer Erfahrung in dem Bereich, der für Ihr Vorhaben relevant ist – Denkmalschutz, Bauen im Bestand, Nutzungsänderung oder Neubau.
  2. Referenzen in Hildesheim anfragen: Hat der Architekt bereits Projekte in der Stadt oder im Landkreis Hildesheim abgewickelt? Kennt er die zuständigen Behörden und deren Anforderungen?
  3. Digitale Kompetenz bestätigen: Ist der Architekt mit dem digitalen Bauantragsportal und der BundID-Registrierung vertraut?
  4. Erstgespräch nutzen: Klären Sie, welche Leistungsphasen Sie beauftragen möchten und ob eine Teilbeauftragung möglich ist.

Planeco Building arbeitet deutschlandweit – auch in Hildesheim – und bringt Erfahrung aus über 1.400 erfolgreichen Bauanträgen mit. Die Abwicklung erfolgt vollständig digital, einschließlich der Einreichung über das Hildesheimer Bauportal.

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Was kostet ein Architekt in Hildesheim?

Seit einem EuGH-Urteil ist die HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) seit Januar 2021 kein verbindliches Preisrecht mehr. Honorare können frei vereinbart werden – die HOAI dient aber weiterhin als Orientierungsrahmen. Wichtig: Die Honorarvereinbarung muss in Textform erfolgen, sonst gilt der Basishonorarsatz als vereinbart.

Als grobe Orientierung gilt: Wer alle neun Leistungsphasen beauftragt, zahlt etwa 10–15 % der Bausumme als Architektenhonorar. Konkret:

  • Neubau Einfamilienhaus, Landkreis Hildesheim (anrechenbare Kosten ca. 400.000 €, Honorarzone II): Orientierungswert ca. 45.500–54.000 €
  • Umbau oder Nutzungsänderung in der Altstadt: Höherer Planungsaufwand durch Denkmalschutz, Umbauzuschlag bis 20 % möglich
  • Dachgeschossausbau im Bestand: Abhängig von Komplexität und ob ein Standsicherheitsnachweis erforderlich ist

Wer nicht alle Leistungsphasen benötigt, kann gezielt beauftragen. Die Leistungsphasen 1–4 (Grundlagenermittlung bis Genehmigungsplanung) machen typischerweise etwa 27 % des Gesamthonorars aus – eine sinnvolle Option, wenn Sie die Bauleitung selbst koordinieren oder an einen Generalunternehmer übergeben. Mehr zu den Kosten für Planungsleistungen finden Sie auf den entsprechenden Seiten von Planeco Building.

Der Bauantrag in Hildesheim – Schritt für Schritt

  1. Zuständigkeit klären: Stadtgebiet (Bauaufsicht Stadt Hildesheim) oder Landkreis (Bauordnungsamt Landkreis Hildesheim)?
  2. Bebauungsplan und Denkmalschutz prüfen: Liegt das Grundstück in der UNESCO-Pufferzone oder ist das Gebäude denkmalgeschützt? Das bestimmt, welche zusätzlichen Genehmigungen erforderlich sind.
  3. Bauvoranfrage bei Unsicherheit: Bei unklarer Genehmigungslage – etwa im Außenbereich oder in der Pufferzone – ist eine Bauvoranfrage sinnvoll, bevor teure Planungsleistungen beauftragt werden.
  4. Vollständige Unterlagen zusammenstellen: Bauzeichnungen, Lageplan, Baubeschreibung, ggf. Standsicherheitsnachweis und Brandschutznachweis. Gerade wegen der personellen Engpässe bei der Denkmalschutzbehörde ist Vollständigkeit entscheidend.
  5. Digitale Einreichung: Der Architekt reicht den Antrag über das Portal ein – mit BundID-Authentifizierung auf Vertrauensniveau „Substantiell".

Die Bearbeitungsdauer hängt stark von der Vollständigkeit der Unterlagen und der Beteiligung weiterer Behörden ab. Bei Vorhaben mit Denkmalschutzbeteiligung ist deutlich mehr Zeit einzuplanen als bei einem unkomplizierten Neubau im Landkreis.

Besonderheiten bei typischen Bauvorhaben

Umbau und Sanierung im Bestand

Die seit Juli 2024 geltende „Umbauordnung" (§ 85a NBauO) bringt für Hildesheim besondere Relevanz: Bei Umbau, Aufstockung oder Nutzungsänderung im Bestand werden an die betroffenen vorhandenen Bauteile keine höheren Anforderungen gestellt, als sie im Bestand bereits erfüllt sind. Das kann erhebliche Kosten sparen – aber nur, wenn der Architekt diese Erleichterungen korrekt dokumentiert und anwendet. Die Standsicherheit bleibt dabei immer Pflicht.

Nutzungsänderung in der Innenstadt

Wer in der Hildesheimer Altstadt ein Ladengeschäft in Wohnraum oder ein Büro in eine Gastronomie umwandeln möchte, braucht in der Regel sowohl eine Baugenehmigung als auch eine denkmalrechtliche Genehmigung. Dazu kommen Brandschutzanforderungen und – je nach Vorhaben – ein Standsicherheitsnachweis. Planeco Building begleitet solche Nutzungsänderungen von der Erstprüfung bis zur Einreichung. Mehr zu den Aufgaben eines Architekten bei solchen Vorhaben finden Sie auf der Leistungsseite.

Fachwerkhaus-Sanierung

Hildesheim hat einen hohen Bestand an historischen Fachwerkbauten. Bei vielen in den 1970er und 1980er Jahren sanierten Gebäuden wurden Materialien verwendet, die heute als bauphysikalisch problematisch gelten – die Folge sind aufwendige und kostspielige Nachsanierungen. Ein Architekt mit Erfahrung in der Altbausanierung und Kenntnis der lokalen Denkmalschutzanforderungen ist hier unverzichtbar.

Häufige Fehler bei der Architektensuche

  • Den günstigsten Anbieter wählen: Unerfahrene Architekten oder solche ohne lokale Kenntnisse produzieren häufiger unvollständige Unterlagen – mit der Folge von Nachforderungen, Verzögerungen und höheren Gesamtkosten.
  • Verfahrensfreiheit falsch einschätzen: Auch verfahrensfreie Baumaßnahmen müssen alle materiellen Vorschriften einhalten. Wer das ignoriert, riskiert eine Bauuntersagung nachträglich.
  • Denkmalschutz unterschätzen: In der Hildesheimer Innenstadt ist Denkmalschutz kein Randthema – es ist oft der entscheidende Faktor für Genehmigungsfähigkeit, Kosten und Zeitplan.
  • Keine schriftliche Honorarvereinbarung: Ohne Textform gilt der Basishonorarsatz – das kann teurer werden als erwartet.

Wenn Sie ein Bauvorhaben in Hildesheim planen und wissen möchten, welche Leistungen Sie konkret benötigen, bietet Planeco Building eine kostenlose Erstberatung an – bundesweit, vollständig digital und mit transparenter Preisangabe vor Auftragserteilung.

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FAQ: Antworten auf häufig gestellte Fragen

Brauche ich für eine Nutzungsänderung in der Hildesheimer Altstadt einen speziellen Architekten?

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Ja, denn in der Hildesheimer Altstadt sind viele Gebäude denkmalgeschützt oder liegen in der UNESCO-Pufferzone. Neben der Baugenehmigung ist dann auch eine denkmalrechtliche Genehmigung erforderlich. Ein Architekt ohne Erfahrung im Denkmalschutz riskiert unvollständige Unterlagen – und damit erhebliche Verzögerungen.

Was kostet ein Architekt für ein Bauvorhaben in Hildesheim?

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Als Orientierung gilt: Wer alle Leistungsphasen beauftragt, zahlt etwa 10–15 % der Bausumme. Bei Vorhaben in der Altstadt oder an denkmalgeschützten Gebäuden kann ein Umbauzuschlag von bis zu 20 % anfallen. Wer nur die Genehmigungsplanung benötigt, kann gezielt einzelne Leistungsphasen beauftragen.

Kann ich meinen Bauantrag in Hildesheim noch in Papierform einreichen?

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Nein. Seit Juni 2025 nimmt die Bauaufsicht der Stadt Hildesheim ausschließlich digitale Anträge entgegen. Der Architekt muss sich dafür über die BundID registrieren. Stellen Sie bei der Architektenauswahl sicher, dass Ihr Ansprechpartner mit dem digitalen Portal vertraut ist.